2 minus 1 macht frust

Kaum zu glauben.

Ich hatte tatsächlich 2 super gute Tage. Nah was heißt hier super. Super ist immer relativ und für meine Verhältnisse ist das schon ne ganz schöne Menge.

Ja, wie kam es zu den super guten Tagen? Sport, Sport Sport. Saugeil. Ich steh total auf auspowern, das macht mich total geil, haha.

Heute komm ich mir wieder vor, als hätt ich diese Tage nie erlebt. Mh.

Ich hab in letzter Zeit auch viel über das "Erwachsen werden" nachgedacht.
Eigentlich kann man sagen, dass ich nun eine richtige Frau bin. Vielleicht noch etwas grün hinter den Ohren, aber eine Frau. Ich hab ne volle Oberweite, nen tollen Arsch und ein abgedrehtes Selbstbewusstsein.
Und obwohl ich mir darauf eine Menge einbilden könnte, macht mich genau DAS alles total unsicher. Ich fühle mich immer noch wie ein kleines Mädchen, dass gerne Gummitwist spielt oder Seilchen hüpft. Ich verstecke mich gerne in Fantasiewelten und bau mir mein eigenes Schloss aus Wolken.
Ich kann mit diesem Körper, den ich da jetzt hab, nichts anfangen. Ich verstehe nicht damit umzugehen. Ich verstehe seine Wirkung auf andere nicht. Ich verstehe vor allem nicht, warum ich ein kleines Mädchen geblieben bin...
Manchmal denke ich, ich wär gerne als Junge auf die Welt gekommen. Ich wär wirklich ein toller Kerl. Vielleicht einen Tick arrogant. Warscheinlich sehr sportlich. Aber vor allem wär ich ein komplettes Arschloch. Oh ja. Und ich würde mich nicht einmal dafür schämen.
Natürlich hätte ich auch nette Seiten. Aber die würde ich mir aufheben für ganz besondere Momente.
Vielleicht denke ich soviel darüber nach, weil ich gerne narzistisch wär. Ich wünsche mir ganz im Geheimen, endlich auch mal selbstvertrauen zu besitzen, zu wissen, wie ich am besten auf Menschen wirke. Und vor allem zu wissen, wie ich das erreichen kann, was ich will.
Statt dessen sitze ich hier und komm mir vor wie eine kleine Maus, die jeden Moment von einer Katze gefangen werden könnte.
Womöglich sitze ich schon längst in ihrer Falle, versuche diesen Umstand aber soweit es geht zu verdrängen, weil ich diese Erkenntnis nicht ertragen würde?
Nehmen wir an, ich sitze in der Falle und gestehe mir diese Situation ein, würde es helfen, mich aus dieser Falle zu befreien?
Bin ich im Stande mich aus meiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien? Nunja, nach Kant wäre es ein ewiger Prozess. Aber für diesen Prozess kann nur ich allein den Willen entwickeln. Nur ich allein kann mich aus der Misère befreien.
Ich muss einen Weg finden, mein Selbst zu akzeptieren und ins Positive umzuwandeln. Aber welcher Weg ist der richtige? Wo beginne ich meinen ersten Schritt? In welche Richtung muss ich mich drehen? ...

Mh... vllt werde ich in der heutigen schlaflosen Nacht darüber weiter nachdenken.

23.5.07 19:12, kommentieren

erkenntnis

Ich hab die letzten Stunden viel darüber nachgedacht, wie man dieses Gefühl beschreiben könnte, in dem ich gerade festsitze.
Ich weiß nicht, ob ich mich falsch anfühle oder die ganze Welt, am ehesten beides.
Irgendwann schoss es mir ins Gehirn als wäre es die logischste Sache der Welt. Ich fühle mich wie Ashton Kutcher in Butterfly Effect.
Ich weiß, dass eigentlich alles anders sein müsste, aber irgendwie ist es so wie es ist, aber es ist schlicht weg einfach FALSCH.
Eigentlich sollte ich gesund sein und mich wohl fühlen, eigentlich sollte ich gerade mit Freunden einen chilligen im Garten schieben, eigentlich sollte meine Familie glücklich sein. Was aber wirklich los ist, das entspricht nicht meiner Vorstellung von der Realität.
Vielleicht ist das auch der Grund warum ich mich auch nicht in der Realität fühle. Ich fühle mich wie in einem schlechten Traum. Einen aus dem man nicht aufwacht, da kann man sich noch so sehr kneifen oder die roten Schuhhacken gegeneinander schlagen. Man bleibt hier gefangen.
Für immer und ewig.

Irgendwie erschreckend dieser Gedanke. Seitdem ich dieses Gefühl identifiziert habe, macht es mir noch mehr Angst als zuvor. Denn jetzt bin ich mir darüber bewusst, egal was ich mache, ich werde NIE aufwachen. Ich werde mit dieser falschen Welt leben müssen, mit diesen abartigen Gefühlen.
Dieser Gedanke ruft in mir genau die Panik hervor, wie auch Ashton sie bekommen muss, als ihm gesagt wird, dass er niemals Tagebücher besessen hat.
Ich habe auch keine Tagebücher. Ich bin gefangen.

20.5.07 13:44, kommentieren

aller anfang ist schwer

So, heute starten wir also unseren ersten Blog.

Supi!
Und nun? haha...

Warum brauche ich eigentlich einen Blog? Naja, ein Grund könnte sein, dass ich so schrecklich vergesslich bin. Ich hab oft Gedächnislücken, einfach bescheuert.
Ich hab schon tausendmal versucht nen klassisches Tagebuch zu führen. Haha, kannste vergessen, schon der erste Eintrag endet im Müll. Ich habs irgendwie nicht mit handschriftlicher Dokumentation. Ich denke auch immer viel zu schnell, als dass ich es aufschreiben könnte. Da kommt mir das Internet gerade recht. Ich tippe so schnell ich denken kann und wenn dabei meine ganzen abgefahrenen Gedanken endlich mal ans Tageslicht kommen, umso besser. Mit Stift und Papier gehen 80% flöten. Ok, so langsam schreib ich auch wieder nicht haha... aber trotzdem, na man weiß ja was ich meine

Heute war mal wieder nen absolut seltsamer Tag. Man kann eigentlich guten Gewissens beschissen sagen.
Hat schon damit angefangen, dass ich meine Mutter mal wieder absolut nicht in meinem Zimmer ertragen konnte.
Bin dann in die Stadt geflüchtet, hab bissi in nem Bücherladen gelesen und seitdem geht auch der Rest meines Verstandes flöten.
Ich komm mir vor wie auf Droge. Irgendwie alles so schwammig und unwirklich und ich mitten drin. Dabei fühl ich mich selber auch schwammig und unwirklich an. Ich hab auch das Bedürfnis mich mit Medis vollzuschmeißen bis ich ganz vernebelt bin und gar nix mehr mitkrieg. Nunja, entweder alles oder nichts. Diese Zwischenwelt in der ich mich gerade befinde, tut mir absolut nicht gut. Ich kann nicht in die eine und auch nicht in die andere Richtung.
Wär eigentlich ne super Idee einfach ins Bett zu gehen und einzupennen. Morgen ist alles wieder gut. Sagt man jedenfalls. Ich warte darauf seit Wochen, wenn nicht Monaten.
Schlafen kann ich aber eh nicht. Zum einen, weil meine Schlafstörungen mir wieder zuschaffen machen und zum anderen, weil ich heute bis 12 im Bett rumgelegen hab und demnach auch noch vollends wach bin. Jawoll, ich Intelligenzbestie, krieg auch echt nix gebacken. Nicht mal nen normalen Tagesablauf.
Vielleicht sollte ich mir da mal wieder mehr Mühe geben. Vielleicht sollte ich mir auch den Wecker stellen. 9 Uhr ist doch ne super Zeit zum Aufstehen. Nur leider dauert der Tag dann noch länger.
Länger und ewig lang.
Haha, Zitat Buzz Lightyear: "Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!"
Genau, Junge. So läuft die Sache.
In diesem Sinne ein genauso gutes Zitat, bis hin zu wahren Worten..

"good fight, good night!"

19.5.07 23:27, kommentieren